Auswahl einer Backup-Festplatte

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USB, Firewire, Thunderbolt?

USB, Firewire, Thunderbolt oder eSATA?

Viele externe Festplatten besitzen sowohl Firewire, USB, Thunderbolt oder eine Kombination dieser Schnittstellen. Jede dieser Schnittstellen eignet sich grundsätzlich zur Erstellung von Backups. Wir empfehlen jedoch, eine externe Festplatte oder ein Gehäuse zu kaufen, dass möglichst mehrere Schnittstellen besitzt (z. B. Firewire+USB oder Thunderbolt+USB). Wenn Ihr Mac keine native USB 3.0 Unterstützung anbietet (wenn er z. B. älter als aus dem Jahr 2012 ist), kann auch ein USB-Gerät zum Booten Ihres Macs verwendet werden, jedoch wird die Geschwindigkeit deutlich langsamer sein als von der internen Festplatte.

Nutzer von Catalina: Apple unterstützt das Starten eines Macs über ein per FireWire angeschlossenes Gerät nicht mehr. Backups können auf einem FireWire-Gerät erstellt werden, doch wenn Sie ein startfähiges Backup benötigen, sollten Sie ein Gerät verwenden, das über USB oder Thunderbolt an den Mac angeschlossen werden kann.

Spezifische Festplatten-Anforderungen

Die meisten Festplattengehäuse eignen sich für Ihre Backups, es gibt jedoch einige wenige Gehäuse, die nicht startfähig sind. Es ist uns aufgrund des zu hohen Aufwands nicht möglich, eine vollständige Liste aller funktionierenden Gehäuse/Mac Kombinationen zu erstellen. Wir werden häufig nach einer Empfehlung gefragt, also finden Sie hier eine Liste einiger Festplattengehäuse, die wir mit gutem Ergebnis getestet haben. Leistung und Preis gehen hier Hand in Hand. Wenn Sie sich für ein Gerät entscheiden, das nur eine USB-Schnittstelle bietet, werden Mac-Modelle, die vor dem Jahr 2015 veröffentlicht wurden, von diesem Gerät langsamer starten. Macs mit USB-C-Anschluss funktionieren gut mit einer externen Festplatte mit USB-C (USB 3.1), insbesondere wenn es sich um ein SSD-Laufwerk handelt.

Tragbare externe SSD mit USB 3.1 Gen. 2

Diese Geräte bieten zwar nur eine mittelmäßige Speicherkapazität, aber eine hervorragende Leistung. Folgendes Gerät können wir für startfähige Backups empfehlen:

Oyen Digital U32 Shadow External SSD USB-C (250 GB bis 4 TB)
Oyen Digital MiniPro Dura USB-C (USB 3.1) Rugged (1 bis 2 TB)
Western Digital My Passport SSD (256 GB bis 2 TB)†

† Beachten Sie, dass wir speziell die WD My Passport SSD empfehlen. Wir empfehlen keine anderen Geräte der Produktreihe WD My Passport.

USB 3.1, Externe Desktopfestplatte (mechanisches Laufwerk)

G-Technology G-DRIVE USB-C External Drive 4TB
Oyen Novus External USB-C Rugged Desktop Hard Drive (2TB-10TB)

Thunderbolt, externe Desktopfestplatte

HighPoint RocketStor RS5212 Thunderbolt Storage Dock

USB 3.1, Gehäuse für externe Festplatte (ohne Festplatte)

Oyen Digital MiniPro Dura 2.5" SATA to USB 3.1 external Hard Drive/SSD Enclosure

Nicht empfohlen

Samsung T5 Portable SSD und Transcend StoreJet SSD:

Wir lieben diese kompakten Geräte, aber einige von euch haben berichtet (nicht nur direkt an uns, sondern allgemein im Internet), dass Samsung T5 und Transcend StoreJet SSD den Startvorgang verzögert, wenn sich eine Installation von macOS auf ihr befindet und sie mit APFS formatiert ist. Diese Verzögerung kann auch dann auftreten, wenn Sie den Mac nicht von der externen SSD, sondern von der internen Festplatte starten. Besonders wenn Sie planen, eine externe SSD als primäres Startvolume zu verwenden oder Sie Ihren Mac häufig neu starten, empfehlen wir Ihnen, die diese externen SSDs zu vermeiden.

Update für Nutzer von macOS Catalina: Diese Geräte funktionieren unserer Erfahrung nach gut unter macOS Catalina. Unsere internen Tests waren zu 100 % erfolgreich, und einige Berichte bestätigen unsere Ergebnisse.

USB-Sticks und SD-Karten:

Obwohl sie auf Flash-Speicher basieren, der grundsätzlich schneller als herkömmliche Festplatten ist, sind USB-Sticks und SD-Karten im Allgemeinen recht langsam. Wir empfehlen nicht, auf diese Geräte Backups von großen Datenmengen anzulegen, insbesondere kein startfähiges Backup des Startvolumes.

Sabrent Rocket Pro 2TB NVMe USB 3.1 External Aluminum SSD

Ein Nutzer berichtet, dass dieses Gerät nicht startfähig sei.

Western Digital My Passport HDD

Mehreren Nutzern zufolge können manche Macs macOS Catalina nicht über eine Festplatte der Reihe Western Digital My Passport starten.

Wie groß sollte das Backup-Volume sein?

Das Backupvolume muss mindestens so groß sein wie die Daten, die kopiert werden sollen. Wenn Sie regelmäßige Backups planen, empfiehlt es sich, die benötigte Festplattenkapazität mit mindestens 50% mehr (als die zu kopierenden Daten) zu kalkulieren. So können auch wachsende Datenmengen sowie übergangsweise doppelt gesicherte Daten (in verschiedenen Versionen) oder eigentlich gelöschte Daten noch mitgesichert werden.

Wir empfehlen außerdem ausdrücklich, eine Backup-Festplatte nur zum Sichern Ihrer wichtigen Daten zu verwenden.

Sobald Sie auch andere Daten darauf speichern, glauben Sie, es sei ein Backup – dabei existieren diese Daten dann NUR auf dieser Festplatte! Bitte beachten Sie, dass Carbon Copy Cloner auf Backup-Festplatten befindliche Daten aus verschiedenen legitimen Gründen löschen könnte. CCC bietet verschiedene Funktionen, die Sie vor einer solchen Löschung warnen – jedoch bieten diese Funktionen keinen Schutz davor, dass Sie aus Versehen CCC auf eine ungewollte Art und Weise verwenden.

Backup auf Network Attached Storage (NAS)

NAS-Geräte werden derzeit stark nachgefragt und viele Nutzer überzeugt die Idee, Backups bequem drahtlos anzulegen. Aufgrund der erhaltenen Rückmeldungen raten wir jedoch aus mehreren Gründen davon ab, für das primäre Backup auf NAS-Geräte zu setzen:

  • Die Schreibgeschwindigkeit auf ein NAS-Gerät ist meist mit der auf eine USB-2.0-HDD vergleichbar, wenn überhaupt.
  • Ein NAS-Gerät, auf das über WLAN zugegriffen wird, ist unter Umständen 10 bis 100 Mal langsamer als eine lokal angeschlossene Festplatte.
  • Aufgrund der Netzwerkleistung kann es praktisch undurchführbar werden, die Integrität der Daten auf einem NAS-Gerät regelmäßig zu überprüfen.
  • WLAN-Backups sind nur so zuverlässig wie die Netzwerkverbindung und der Netzwerk-Dateisystemclient von macOS.
  • Dateisystemvorgänge sind auf einem Netzwerk-Dateisystem deutlich aufwändiger als auf einem lokal angeschlossenen Dateisystem, was bei großen Datensätzen (von z. B. über 250.000 Dateien) zu sehr langen Backups führt.
  • Disk Image Dateien können mit der Zeit korrupt werden, wenn häufig die Netzwerkverbindung verloren geht, während sie aktiviert werden, oder wenn der freie Speicherplatz auf dem NAS-Volume gering wird. Wenn Sie eine Empfehlung von Time Machine bekommen haben, das Backup auf einem Netzwerk-Volume zu löschen und neu zu erstellen, liegt das gleiche Problem zugrunde. Wir würden dieselbe Empfehlung aussprechen, wenn das Disk Image nicht aktiviert werden kann.

Wir empfehlen, für primäre Backups eine Festplatte lokal per USB oder Thunderbolt anzuschließen und auf diesem ein startfähiges Backup zu erstellen. Lokale startfähige Backups sind deutlich einfacher und zuverlässiger. Außerdem ist es mit einem solchen Backup sehr viel einfacher, einen Mac mit defektem Startvolume wiederherzustellen. Die Wiederherstellung des Betriebssystems aus einem Disk Image, das auf einem Netzwerkvolume gespeichert ist, gestaltet sich hingegen kompliziert, wenn Sie nicht über ein funktionsfähiges Startvolume verfügen. Der größte Vorteil der CCC-Backuplösung besteht darin, dass dieses funktionsfähige Startvolume bereitgestellt wird.

NAS-Geräte, die wir ausdrücklich nicht empfehlen

Western Digital MyCloud Home: Das „Home“-Modell dieses NAS-Geräts setzt die Nutzung von WD-eigener Software voraus, um sicher auf den Speicher zuzugreifen; direkter Zugriff auf den Speicher über SMB ist nur mit Gast-Berechtigungen möglich. Nutzer berichten, dass die Leistung des Speichers bei Nutzung der WD-Software im Vergleich zum Gast-Zugriff über SMB recht niedrig ist. Andere Nutzer weisen darauf hin, dass macOS auf dem Speicher keine Disk Images erstellen oder aktivieren kann, wenn die Software von Western Digital genutzt wird.